Mythen und Fehler beim Hausverkauf in der Schweiz
9 Irrtümer, die Wohn-Eigentümer kennen sollten
Ein Haus zu verkaufen ist für die meisten Menschen eine weitreichende Entscheidung. Entsprechend wichtig ist es, den Hausverkauf sorgfältig zu planen. Dennoch halten sich rund um den Immobilienverkauf zahlreiche Mythen und Halbwahrheiten, die zu falschen Erwartungen, unnötigem Zeitdruck oder finanziellen Nachteilen führen können.
Gerade Eigentümer, die viele Jahre oder sogar Jahrzehnte in ihrem Zuhause gelebt haben, stehen vor einer besonderen Situation. Der Immobilienmarkt hat sich verändert, die Preise entwickeln sich dynamisch und auch die Anforderungen an Käufer und ihre Ansprücke sind heute andere als noch vor einigen Jahren.
Wer die häufigsten Fehler und Irrtümer kennt, schafft die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Hausverkauf und einen entspannten Übergang in den nächsten Lebensabschnitt.
Inhaltsverzeichnis
- Mythos 1: «Mein Haus ist ungefähr so viel wert wie das meines Nachbarn.»
- Mythos 2: «Ein höherer Angebotspreis schadet nie.»
- Mythos 3: «Ich spare Geld, wenn ich mein Haus ohne Makler verkaufe.»
- Mythos 4: «Vor dem Hausverkauf muss ich noch umfassend renovieren.»
- Mythos 5: «Ich kaufe zuerst eine neue Wohnung und verkaufe danach mein Haus.»
- Mythos 6: «Eine Online-Immobilienschätzung reicht aus.»
- Mythos 7: «Je mehr Interessenten, desto besser.»
- Mythos 8: «Mein Haus verkauft sich sowieso sofort.»
- Mythos 9: «Der Hausverkauf ist für uns viel zu aufwendig.»
Mythos 1: «Mein Haus ist ungefähr so viel wert wie das meines Nachbarn.»
Viele Eigentümer orientieren sich an Verkaufspreisen aus der Nachbarschaft oder an Erfahrungen von Bekannten. Doch der Immobilienmarkt entwickelt sich laufend weiter. Was ein vergleichbares Haus vor fünf Jahren erzielt hat, ist heute oft kein verlässlicher Richtwert mehr.
Hinzu kommt, dass jede Immobilie einzigartig ist. Lage, Grundstück, Zustand, Besonnung, Grundriss und Ausbaustandard beeinflussen Nachfrage und Marktwert erheblich.
Gerade langjährige Eigentümer unterschätzen den heutigen Wert ihrer Immobilie häufig, weil sie die Preisentwicklung der letzten Jahre nicht täglich verfolgen. Eine professionelle Immobilienbewertung schafft Klarheit und bildet die Grundlage für einen erfolgreichen Verkauf.
Erfahren Sie mehr über die Imobilienbewertung →
Mythos 2: «Ein höherer Angebotspreis schadet nie.»
Viele Verkäufer glauben, sie könnten den Preis später immer noch senken.
Tatsächlich entscheiden oft die ersten Wochen über den Erfolg eines Immobilienverkaufs. Ist der Angebotspreis zu hoch angesetzt, verliert die Immobilie an Aufmerksamkeit und bleibt länger am Markt. Das kann dazu führen, dass am Ende ein tieferer Verkaufspreis erzielt wird.
Eine realistische Preisstrategie sorgt dagegen für mehr Nachfrage und bessere Verkaufschancen.
Mythos 3: «Ich spare Geld, wenn ich mein Haus ohne Makler verkaufe.»
Die Maklerprovision ist auf den ersten Blick als zusätzlicher Kostenpunkt.
Ein erfolgreicher Hausverkauf besteht jedoch aus weit mehr als einem Inserat. Marktgerechte Preisfindung, professionelle Präsentation, Vermarktung, Besichtigungen, Preisverhandlungen und die Begleitung bis zur Beurkundung erfordern Erfahrung und Marktkenntnis.
Ein falsch angesetzter Verkaufspreis, eine fehlerhafte Dokumentation oder Unstimmigkeiten mit dem potenziellen Käufer können einen Verkauf in letzter Minute platzen lassen.
Entscheidend ist deshalb nicht, welche Kosten entstehen, sondern welcher Verkaufserlös am Ende erzielt wird und wie reibungslos der gesamte Verkaufsprozess abläuft.

Vergleich: Hausverkauf mit oder ohne Makler →
Mythos 4: «Vor dem Hausverkauf muss ich noch umfassend renovieren.»
Viele Eigentümer investieren kurz vor dem Verkauf in eine neue Küche oder ein neues Badezimmer.
Doch nicht jede Renovation erhöht den Verkaufspreis. Häufig reichen bereits kleinere Massnahmen wie ein gepflegter Garten, frisch gestrichene Wände oder kleinere Reparaturen aus, um einen überzeugenden ersten Eindruck zu hinterlassen.
Welche Investitionen sinnvoll sind, sollte deshalb immer individuell beurteilt werden.
Mehr über die Renovation vor dem Hausverkauf erfahren →
Mythos 5: «Ich kaufe zuerst eine neue Wohnung und verkaufe danach mein Haus.»
Viele Eigentümer wünschen sich einen nahtlosen Übergang vom Haus in eine neue Eigentums-Wohnung. In der Praxis lässt sich dieser Ablauf jedoch nur selten exakt planen.
Passende Wohnungen sind gefragt und gleichzeitig ist es schwierig, den Zeitpunkt eines Hausverkaufs genau vorherzusagen.
Grösster Stolperstein ist jedoch die Überbrückungsfinanzierung, die nicht immer möglich ist.
Wer seinen Hausverkauf frühzeitig plant, verschafft sich deutlich mehr Handlungsspielraum. So können verschiedene Möglichkeiten geprüft und ein realistischer Fahrplan entwickelt werden. So vermeiden Sie unangenehme Überraschungen und gewinnen Sicherheit für die nächsten Schritte.
Mythos 6: «Eine Online-Immobilienschätzung reicht aus.»
Online-Bewertungen liefern eine erste Orientierung.
Sie berücksichtigen jedoch viele Besonderheiten einer Immobilie nicht. Zustand, Ausbauqualität, Aussicht oder Grundstücksmerkmale lassen sich digital nur eingeschränkt bewerten.
Für einen erfolgreichen Immobilienverkauf ersetzt eine Online-Schätzung deshalb keine professionelle Bewertung. Sie bietet aber einen ersten Anhaltspunkt.
Sofort-Bewertung Ihrer Liegenschaft durchführen →
Mythos 7: «Je mehr Interessenten, desto besser.»
Viele Besichtigungen bedeuten nicht automatisch einen erfolgreichen Verkauf.
Wichtiger ist, die richtigen Käufer anzusprechen. Interessenten sollten nicht nur echtes Interesse mitbringen, sondern auch über die notwendige Finanzierung verfügen.
Eine gezielte Vermarktung und Qualifizierung der Kaufinteressenten spart Zeit und erhöht die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Verkaufsabschlusses ohne unzählige Besichtigungen.
Mythos 8: «Mein Haus verkauft sich sowieso sofort.»
Die Nachfrage nach Wohneigentum ist vielerorts nach wie vor hoch. Manche Häuser finden tatsächlich innerhalb kurzer Zeit einen Kaufinteressenten.
Es zeigt sich jedoch immer häufiger, dass auch interessante Objekte einen langen Verkaufsprozess haben, da die Finanzierung von Wohneigentum mit den neuen Bankenregulierungen noch anspruchsvoller geworden ist. Trotz hohem Kaufinteresse kann das den Verkauf in die länge ziehen.
Auch die Vorbereitung eines Hausverkaufs braucht Zeit. Verkaufsunterlagen müssen zusammengestellt, das Haus entrümpelt, kleinere Arbeiten erledigt und der Umzug organisiert werden. Zudem beeinflussen Ferienzeiten oder Feiertage die Nachfrage am Markt.
Wer seinen Hausverkauf frühzeitig plant, schafft die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Verkauf ohne unnötigen Zeitdruck.
Mythos 9: «Der Hausverkauf ist für uns viel zu aufwendig.»
Ein Immobilienverkauf umfasst weit mehr als die Vermarktung. Dokumente müssen beschafft, Besichtigungen organisiert, Termine koordiniert und schliesslich die Übergabe vorbereitet werden. Dazu kommen häufig Räumung, Umzug und Endreinigung.
Gerade nach vielen Jahren im eigenen Zuhause kann dieser organisatorische Aufwand überwältigend wirken.
Deshalb begleite ich meine Kundinnen und Kunden nicht nur beim Verkauf ihrer Immobilie. Ich unterstütze sie auch dabei, passende Partner für Räumung, Umzug oder Endreinigung zu finden und koordiniere den gesamten Ablauf. So erhalten Sie alle Leistungen aus einer Hand und haben während des gesamten Verkaufsprozesses eine persönliche Ansprechpartnerin.

Ihre Ansprechperson
Stephanie Komminoth
Inhaberin • Immobilienmaklerin
✆ +41 77 423 83 88
✉ steffi@boutiquehomes.ch
Ein erfolgreicher Hausverkauf beginnt lange vor dem Inserat
Wer ein Haus verkaufen möchte, profitiert von einer frühzeitigen Planung. Sie schafft Sicherheit, reduziert Stress und gibt genügend Zeit, die passende Wohnlösung zu finden und alle Schritte sorgfältig vorzubereiten.
Jede Verkaufssituation ist anders. Deshalb lohnt sich eine persönliche Beratung, bei der alle Möglichkeiten in Ruhe besprochen werden. So entsteht ein individueller Fahrplan, der zu Ihrer Lebenssituation passt und den Hausverkauf Schritt für Schritt planbar macht.


